Inter-Quariat

Bücher, Kunst & Internet

Der Buchladen wird professionell bewacht von Ninja

June 26th, 2013

Das ist Ninja, eine herumhüpfende Staubfusseln, Bewohner des Inter-Quariats und Besitzer des schwarzen Gürtels aus Fell und Flausch.

Am liebsten sitzt er auf dem Fensterbrett des kleinen Ladenraums und behält die Strasse im Auge. Also Vorsicht: Dieser Laden wird von Ninja bewacht – er ist geschult in Unsinn, plötzlichem “auf dem Fuss sitzen” und Schuhe anknabbern.

Wenn alles klappt bekommt er in zwei Wochen noch eine Partnerin die ihm dann bei Unsinn und Do. hilft.

Ninjafensterbank

 

 

Die kleine Drachendame braucht einen Namen

June 11th, 2013

Passend zum Umbau ist mir ein schuppiges Maskottchen zugelaufen – nur hat die Kleine noch keinen Namen.  im Moment sortiert sie brav Bücher im laden. Jemand einen Namensvorschlg parat? (Bitte nichts mit Drago, Dragina ect. – da kann ich die Süsse auch gleich “Schakeline” nennen :D )

drachelesendfreigbuntip

 

Wer ist Jänneling? Oder wissen Sie was ein Besteller ist?

April 14th, 2013

Frühlingsmarkt, drei Kundinnen tauchen auf.
“Haben Sie was vom Jänneling?”
Jänne… wer? Meine interne Autoren-zuordnung-Datenbank läuft heiss. Das Netbook weiss auch nicht weiter. Die Frage in sauberem Hochdeutsch gestellt, fordert nicht mal einen Hauch eines Namens-Erkennens zutage. ich frage noch einmal nach.
“Jänneling, ist das der Vor- oder Nachname?”
“Also der ist sehr bekannt, JÄnneling”, mit extra Betonung auf “J” und “Ä”.
Eventuell ein Norddeutscher Krimi Autor?
“Was schreibt der denn? Krimis?”
“Nein eher so mit Botschaften, aus dem Kosmos. Ist im Moment ganz aktuell.”
Ich frage nochmal nach weil mit das “ä” komisch vorkommt.
“JÄnneling oder JAnneling?”
“Nein, JÄnneling.”
Soweit ich weis ist in letzter Zeit kein populäres Buch über das All / Kosmos publiziert worden – nach dem “Hubble und Marsmission Hype” ist es recht ruhig geworden ums Weltall.
Ich muss die Damen leider weiterschicken.
Später gebe ich Kosmos und Botschaften mal ins Google ein weil ein Herr Jänneling ist dort gar nicht bekannt.
Recht weit unten kommt ein Link “Kosmische Botschaften.”
Fast hätte ich es überlesen:

CHANNELING

Also Aussprache eher TSCHänneling – Und nicht JÄnneling.
Sogar “deutsch” gelesen kommt da bei mir kein “JÄ” am Anfang raus.
Irgend eine esoterische Sache mit Botschten über ein Medieum/Hellseher von Engeln oder aus dem All.

Aber vielleicht hat ja ein Herr Jänneling ein Buch übers Channeling geschrieben und ich finde ihn nur nicht …
Das würde das “vom” im ersten Satz erklären, denn ein “Haben Sie ein Buch über das Jänneling”, hätte eventuell dazu geführt, dass ich gar nicht erst auf Autor getippt hätte.
Dann wäre ich vielleicht beim nordischen Trendsport des Elch-Schubsens gelandet.
Aber ich glaube der heisst “Renning” – vom “weg-renning” wenn man einen Elch schubst und danach wegrennt.
Es muss nicht jeder Mensch jeden Fachbegriff richtig aussprechen können – Aber Namen, Begriffe ect. auf einen zettel zu schreiben und diesem dem Buchhändler des Vertrauens unter die Knollenase halten könnte weiterhelfen :D

Wobei da war noch so ein Wort:

BESTELLER.

Nein der Kunde hatte nichts bestellt – frohes Raten wünsche ich.
Ich schubse mal einen Elch.

Und wer kauft das denn noch?

March 19th, 2013

Und wer kauft das denn noch?
Oder:
Hänge ich zu sehr an meinen Büchern?

Seit Tagen kommt immer wieder ein Pärchen gelangweilter Kurgäste in den Buchflohmarkt – die Sorte: Raus aus dem Regen und dann gelangweilt den Buchflohmarkt von hinten auf vorne drehen.
Alles gar kein Problem – dafür ist das ja auch da – zum stöbern, sich die Zeit vertreiben ect. ich räume das auch 49303 Mal auf und freue mich sogar wenn ich sehe da hat jemand gestöbert. Es müssen nicht die Beiden sein aber ich finde seit Tagen immer mehr aufgerissene Bücher irgendwo im Buchflohmarkt OHNE das dann ein Buch mitgenommen wurde..
Bei den gebundenen Büchern scheint ja ein Ansichtsexemplar nicht zu reichen … da finde ich dann vom gleichen Buch X Exemplare ohne Folie.
Eben kamen die gelangweilten Seh-Leute wieder. Guckten sich eher desinteressiert um und dann kamen die üblichen Sprüche:
„Also eigentlich brauche ich kein Buch ich habe was zu lesen dabei.“
„Oben in der Kurklinik steht doch genug zu lesen.“
„Ach mich interessiert das hier auch nicht so …“
“Eigentlich lese ich ja nicht mehr…” ect. Blah blubb.

Also Pupswegtrager, Sehleute und Chaos-Hinterlasser auf Skill Level 600 – die der unsymphatischen Sorte – selbst wenn jemand eigentlich zu viele Bücher hat aber dann eben das Buch statt es zu kaufen bei mir da unten liest ist das OK was mich nervt ist dieses Desinteresse und dumme Sprüche..

Ja also mal wieder nur unterstellen weils angefangen hat zu nieseln.
Ist in Ordnung.
Bis eine der Damen mir ein der Softcover Bücher hinhielt:
„Machen Sie das mal auf ich will da mal reingucken.“
Ich gucke die Drehsäule und das Lager durch – nein das Softcover das irgendwer aufgerissen hatte war nicht auffindbar.

Es gibt eine gewisse Art Leute bei denen weiß ich das die ein Buch wenn ich es denn aus der Folie hole auch nur desinteressiert durchblättern und dann wieder hinlegen.
Wer durchaus interessiert erscheint oder sich schon was Anderes aus dem Flohmarkt rausgesucht hat (der bekommt ja dann eh immer das dritte Buch gratis) der bekommt von mir auch mal ein persönliches Ansichtsexemplar in die Hand gedrückt. Es ist das Desinteresse was mich an der Situation anfraß.

Ich entscheide mich also angesichts der Luftfeuchtigkeit gegen ein öffnen der Folie.
„Die Softcover reiße ich nicht auf weil die dann nicht mehr in die Drehsäule oder auf einen Buchstapel können – bei dem Wetter wellt sich das Cover schnell nach oben.“
Die Kundin guckt mich an als wollte ich ihr grade ein eine Millionen Euro Auto in einem geschlossenen Karton verkaufen.
„Aber wie soll ich dann wissen ob ich das Buch haben will.“
Nun das Buch ist ein Buch mit jiddischen Liebesliedern – Inhalt hinten gut beschrieben – also kein Roman wo man mal reinlesen würde um zu gucken ob einem der Schreibstil gefällt, sondern ein Buch das sich Musiker oder Sänger kaufen. Was will sie also im Buch gucken? Testsingen? Bitte nicht ich habe doch schon Migräne…
Ich bin irgendwie nicht in der Stimmung den zwei gelangweilten Regenflüchtlingen ein Buch aufzureissen das mal an die 50 Euro gekostet hat und jetzt für einen Euro zu haben ist – wer bei einem ein Euro Buch REINLESEN muss – aber vorher eh kundgetan hat das er zu viele Bücher habe – der nimmt das doch eh nicht mit und dann liegt das arme Ding da unten und findet sicher kein neues Regal zum wohlfühlen.
Es geht mir nicht um den einen Euro und das lasse ich die Beiden auch wissen:
„Dann suchen sie sich zwei offene Bücher aus dann gibts das eingeschweißte Gratis dazu – aber wenn ich das aufmache kauft das keiner mehr und ich mag keine Bücher wegwerfen.“
„Ich will doch gar nicht so viele Bücher kaufen.“
Nein, sie will eigentlich gar nichts kaufen, sie hat ja, man erinnere sich, genug Bücher.
Wenn das Buch noch zum Listenpreis für 49 Euro oder was das mal gekostet hat im laden läge könnte ich ein Zögern beim Kauf verstehen.
„Würden sie das Buch kaufen wenn es gewellt hier herumliegt?“
„Nein eigentlich will ich es ja nicht kaufen ich will ja nur mal reingucken.“
„Ja aber dann kann ich das Buch irgendwann wegwerfen und ich mag keine Bücher wegwerfen.“ Nennt es total plemplem aber in mir stäubt sich alles wenn ich ein Buch wegwerfen muss, selbst wenn es so mit Cola verklebt ist das keine Rettung mehr möglich ist…
Im Buchflohmarkt liegen mindestens 3000 Bücher in die man REINGUCKEN kann. Und ich gehe jede Wette ein, das ich das Buch nachher aufgerissen da unten finde.
Ich weiss echt nicht wie ich mich solchen Leuten gegenüber verhalten soll – auf das unversehrte Buch schei..en und so gelangweilten Pups-Wegtragern sofort den Wunsch nach „reingucken“ erfüllen oder das nächste Mal klipp und klar sagen: Wer öffnet nimmts mit?
MUSS ich für jedes Buch und Heft ein Ansichtsexemplar liegen haben oder nicht?
In Zeiten wo jeder mit Smartphone rumläuft kann man sich den Inhalt doch eh im web angucken.
(DAS machen auch recht viele Leute im Buchflohmarkt – diese reinguck Option bei Amazon nutzen).
Ist es zu sehr “plemplem” das ich mich quasi um jedes Buch egal ob für 50 Cent zu haben oder für 50 Euro sorge?
Das ich lieber Bücher an Leute mit wenig Geld verschenke als gelangweilten Buch-zerstörern einen Gefallen zu tun?
So wie die Dame nämlich andere Bücher behandelt hat gehört sie zu denjenigen die ich als “Buchrückenrbrecher” bezeiichne: Den leuten die Ein Buch derart aufklappen das der Rücken bricht.

Ein antiquarisches Leben – Cover

May 24th, 2011

Um die Bildchen zum “antiquarischen Leben” nicht wild durcheinder hochzuladen – Neustart mit dem Cover. Sinniges und Schwachsinnige aus meinem kleinen Antiquariat.

Die Kaninchen Flits, Schnuffel, Hexi und die Stolperschildkröte Sonja.

Die Kaninchen können sie abends live im Laden sehen – wenn die Bande sich mal wieder an mir vorbei geschlichen hat und den Laden ihrem Revier hinzufügt.